CD Rohling

Raubkopien sind einfach nicht totzukriegen. Und damit meine ich nicht die Tatsache, dass nach wie vor illegale Kopien von Spielen erstellt und genutzt werden. Ich rede vom Begriff „Raubkopie“ selbst. Spätestens seit ein Tochterunternehmen des Hauptverbands Deutscher Filmtheater im Jahre 2003 mit der „Hart aber gerecht“-Kampagne Familienvätern mit einem Dauerbesuch bei lüsternden Knastbrüdern drohte, hat sich der Begriff ins Hirn gebrannt.

Ich bin erwachsen. Zumindest steht das in meinem Ausweis. Und auch mein Alltag sagt mir: die Zeiten, wo ich tagelang am Stück World of Warcraft spielen konnte, ohne groß Gedanken an die Außenwelt zu verschwenden, sind vorbei. Arbeit, Familie, Haushalt – Prioritäten verschieben sich nun mal im Laufe der Zeit, ganz automatisch. Blöd nur, wenn das Spieler-Ich mit der Entwicklung des Alltags-Ich nicht Schritt halten kann. Oder anders ausgedrückt: wenn man als Erwachsener erwartet, dass man mit den gleichen Spielen auf die gleiche Art Spaß haben kann, wie als Jugendlicher.

Es ist schon eine Krux mit guten und erfolgreichen Spielen. Wir haben etliche Stunden Spaß und versinken in Welten, aus denen wir im Idealfall nie wieder auftauchen möchten. Wir freunden uns mit Charakteren an, die uns durch diese Welten begleiten. Und wir genießen Geschichten, die am liebsten immer weiter erzählt werden sollen. Und doch ist eines sicher: irgendwann ist auch das schönste Spiel zu Ende.

Ausradieren klingt nicht schön. Sogar ziemlich martialisch. Insofern war es keine Überraschung, dass die Gaming-Community mal wieder explodiert ist. Das geschieht ja inzwischen mit einer solchen Regelmäßigkeit, so dass ich mir die Frage stelle, ob es sich dabei wirklich um anlassbezogene Meinungsbildung handelt oder nicht eher um eine ritualisierte Empörung. Immerhin hat ja jemand aus der Politik – Buh! – etwas Kritisches zum Gaming – Yeah! – gesagt, und das geht mal gar nicht!

Es war ein verlustreicher Kampf. Sowohl mein Gegner, als auch ich haben jeweils einen Turm verloren. Wir beide wissen: dieses Spiel entscheidet sich auf der dritten Lane. In weiser Voraussicht habe ich meine Legionskommandantin in der Vorrunde mit Hilfe des Blinzeldolches bereits von der zweiten Lane auf das alles entscheidendeContinue Reading

American Football schwebt ja schon lange über Europa. So richtig wahrgenommen wurde es aber sogar trotz eigener (inzwischen wieder aufgelösten) NFL Europe nie. Das höchste der Gefühle war bisher der Super Bowl, der schon seit längerer Zeit auch im Free-TV übertragen wird und über den man sich in der SchuleContinue Reading

Um es vorweg klar zu sagen: Two Point Hospital macht Spaß! Aber leider nicht lange genug. Das Spiel krankt an einigen entscheidenden Punkten, so dass aus dem inoffiziellen Theme Hospital Nachfolger eher ein kurzer Spaß-Infarkt, denn chronische Unterhaltung geworden ist.

„Endlich wieder wohlige -20°C. Die letzten Tage waren die Hölle. Wobei es in der Hölle wenigstens warm wäre. Und warm sind -80°C nun wirklich nicht. Ich hätte nicht gedacht, dass wir das überleben. Es mussten einige harte Entscheidungen getroffen werden, mit denen ich nicht immer einverstanden war. Aber jetzt, woContinue Reading

Gescholten, getreten und vergessen. Ich glaube es ist nicht abwegig, die Haltung vieler Spielerinnen und Spieler zu Destiny 2 mit diesen Worten zu beschreiben. Und dieses harte Urteil ist nicht einmal ungerecht. Bungie hat viele und schwere Fehler gemacht, die an anderen Stellen genug und ausführlich besprochen wurden. Aber alsContinue Reading