Game City 2019

An diesem Wochenende fand zum dreizehnten mal die Game City, das größte Gaming-Event Österreichs, in Wien statt. Und auch wenn es insbesondere in den letzten Jahren Kritik an der Größe der Räumlichkeiten gab, ist die Atmosphäre im Alten Rathaus in Österreichs Hauptstadt wohl einzigartig. Modernste Unterhaltungstechnologie im edlen Barock-Rahmen hat eben etwas für sich.

International mag die Game City zwar unter „ferner liefen“ rangieren, so dass große Enthüllungen und Überraschungen auch in diesem Jahr ausblieben, anders als bei Massen-Events wie der Gamecom haben Besucher bei der Game City aber die Möglichkeit Titel anzuspielen, ohne einen halben Tag dafür anstehen zu müssen. Begrüßt wurden sie in diesem Jahr im Eingangsbereich von einem Ortschild, auf dem in großen Lettern „Gaming“ prankt. Wer hier einen simplen Scherz vermutet, liegt aber falsch. Tatsächlich haben die Organisatoren der Game City nämlich eine Städtepartnerschaft mit der Marktgemeinde Gaming geschlossen.

Sony, Microsoft, Nintendo

An Ausstellern mangelt es der Game City auch in diesem Jahr nicht. Sowohl Platzhirsche wie Sony, Microsoft und Nintendo, als auch kleinere Vertreter bis hin zu ein paar Indie-Titeln haben ihren festen Platz im Wiener Rathaus.

Bei Sony war vor allem die VR-Area interessant, in der mehrere Stationen ein Spielen von Iron Man VR ermöglichten (erscheint am 28. Februar 2020). Ebenfalls noch nicht auf dem Markt, aber vor Ort anspielbar war Predator: Hunting Grounds (2020). Bei der Konkurrenz von Microsoft wurde ein Großteil der Fläche dafür genutzt, bereits veröffentlichte Spiele spielbar zu machen (Borderlands 3, Gears 5, Ghost Recon Breakpoint). Zu sehen gab es aber auch Wasteland 3 (2020) und Iron Harvest (2020). Für letzteres stand allerdings nur ein einziger PC zur Verfügung, was etwas schade war. Neben den Spielen gab es mit Sandro Odak oder Maxi Gräff aber auch durchaus bekannte Gesichter aus dem Xbox-PR-Team zu sehen, die den Besuchern mit Rat und Tat zur Seite standen. Nintendo hat vor allem mit Luigi’s Mansion 3 (erscheint passend am 31. Oktober 2019) und Pokémon Schwert und Schild (15. November 2019) gepunktet. Auf der großen Freilichtbühne wurde zudem das neue Fitnessspiel für die Switch, Ring Fit Adventure, vorgestellt, in dessen Zentrum ein großer, lenkradähnlicher Ring die Hauptrolle beim Steuern spielt. Dabei wird ein Joycon am Ring und der zweite am Oberschenkel befestigt. Mit verschiedenen Bewegungen von Beinen und Armen/Ring können diverse Geschicklickkeitsspiele absolviert werden. Der große Vorteil: anders als bei Bewegungssteuerungen wie Kinect, ist der Platzbedarf hier sehr gering.

Viele Games, aber nicht nur

Während von manchen Titeln nur bekannte Trailer gezeigt wurden (Death Stranding) oder eben bereits veröffentlichte Spiele spielbar waren, hat sich Square Enix mit Final Fantasy XIV zumindest etwas mehr ins Zeug gelegt. Nicht nur gab es die Starter Edition des Spiels für Besucher gratis, sondern konnten obendrein auch unterschiedliche Bosse in der Welt des Online-JRPG besiegt werden. Wer das geschafft hat, durfte daraufhin stolz ein T-Shirt über das Gelände tragen, auf dem der Welt mitgeteilt wurde, welch heroische Tat man soeben vollbracht hatte.

Neben den großen Titeln gab es aber auch kleinere Titel zu bestaunen. In der – leider sehr übersichlichten – Indie-Area konnten Interessierte zum Beispiel das Point-and-Click-Adventure Children of Lumera von Phantom Fox anspielen. Als Zielgruppe visieren die Entwickler zwar Kinder ab acht Jahren an, der wunderschöne Artstyle dürfte aber auch Erwachsenen gefallen.

Aber auch abseits von Spielen gab es einiges zu entdecken. Der Paint-Board Hersteller Wacom ließ live Kunstwerke zeichnen, es gab mehrere Live-Streams direkt von der Messe und selbst bei den Food-Trucks ging es mehr als nur um’s Essen: wer wollte, konnte dort das Xbox-Menü bestellen. Für 9,99€ gab es neben Burger und Getränk auch den Xbox-Gamepass für einen Monat obendrauf.

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