(K)ein Held für Age of Empires IV

Warcraft III hat sie. Dawn of War III hat sie. Spellforce III hat sie. Und auch wenn Age of Empires IV keine Drei im Namen trägt, ist das noch lange kein Garant dafür, dass dieser Teil davon verschont bleibt. Die Rede ist von Heldeneinheiten. Jenen unsäglichen Figuren, die nicht einfach Arbeiter sein können oder Infanteristen – nein, sie wollen etwas ganz Besonderes sein!

Dabei können sie nur eines besonders, nämlich nerven. Ständig wollen sie unsere Aufmerksamkeit. Schließlich sind sie teuer und wollen entsprechend geschützt werden. Aber das ist nichts im Vergleich dazu, sich ständig mit deren Spezialfähigkeiten beschäftigen zu müssen. Einen Schild hier setzen, eine Heilung da, eine AoE-Attacke (wie passend) dort drüben …

Entsprechend konzipiert muss ein gutes Spiel dann auch sein. Es reicht eben nicht das Gameplay eines Age of Empires II zu nehmen und Heldeneinheiten reinzusetzen. Die Stärke des zweiten und auch dritten Teiles liegt schließlich in der Kombination aus Wirtschaft, Aufbau, Erforschen und Armee-Kämpfen. Eine Heldeneinheit würde zu viel Aufmerksamkeit beanspruchen um diese wunderbare Mischung beibehalten zu können.

Kleinere Einheiten-Trupps, weniger Basisbau, eine rudimentärere Wirtschaft – all das könnte uns im vierten Teil erwarten, wenn Relic auf die Idee kommen sollte Karl den Großen oder Attila den Hunnen spielbar zu machen. Immerhin haben die Kanadier ja schon einiges an Erfahrung was Heldeneinheiten betrifft.

Und so bleibt nur zu sagen: lasst die Heldeneinheiten dort, wo sie hingehören! In Spielen mit einem anderen Grundkonzept. In Spielen, wo Wirtschaft und Makromanagement eine geringere Rolle spielen als in der Age of Empires-Serie.

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