Madden 19 – Tagebuch

American Football schwebt ja schon lange über Europa. So richtig wahrgenommen wurde es aber sogar trotz eigener (inzwischen wieder aufgelösten) NFL Europe nie. Das höchste der Gefühle war bisher der Super Bowl, der schon seit längerer Zeit auch im Free-TV übertragen wird und über den man sich in der Schule oder Arbeit kurz austauschen konnte, ohne dass jemand der Austauschenden wirklich etwas von diesem Sport verstand.

Allein wer nur die Regeln einigermaßen verstand, galt bereits als Experte.

Doch seit einiger Zeit ändert sich das. Mit Pro7MAXX überträgt inzwischen ein großer Sender auch normale Saison-Spiele der NFL, moderiert und begleitet von Experten und Enthusiasten, die den gemeinen Zuseher dort abholen, wo sie sind (bei Null) und es schaffen ein Interesse, ja sogar Begeisterung für eine Sportart zu wecken, die bisher eben eher unter dem Radar flog.

Was hat das jetzt auf einem Gaming-Blog zu suchen? Ganz einfach: natürlich gibt es auch ein Spiel zu dieser für Europäer neuen Sportart. Mit Madden von Electronic Arts ist das sogar ein richtiges Riesen-Franchise. Und genau dem bin jetzt auch ich verfallen, was erstmal nur soviel heißt wie: ich habe es gekauft und spiele es derzeit.

Als wäre das Spiel auf dem Feld noch nicht kompliziert genug: neben dem Feld gibt es auch noch mehr als genug zu tun.

Da ich, wie so viele, erst seit zwei, drei Jahren ein gesteigertes Interesse an Football habe, ist also nicht nur die Sportart neu für mich, sondern auch Madden. Mit FIFA wächst man in europäischen Gaminggraden ja quasi auf, ohne sich dagegen wehren zu können. Man kennt Fussball einfach. Entsprechend findet man sich auch in seinem allerersten FIFA-Spiel so gut zurecht, als hätte man nie etwas anderes gespielt. Anders bei einer Sportart, die man zwar grob versteht, bei der es aber am Detailverständnis hapert. Besondere wenn es sich um eine derart komplexe Sportart wie Football handelt. Nichts gegen Tennis, aber nach 15 Minuten zuschauen, kennt man sich dort aus, nach einer Stunde kennt man alle Facetten. Da hat man beim Football vielleicht gerade mal verstanden, dass es eine Offense und Defense gibt und diese den Ball irgendwie in die Endzone bugsieren bzw. genau das verhindern muss.

Football ist taktisch sehr komplex – entsprechend hat auch Madden eine hohe Einstiegshürde.

Oder um es kurz zu machen: der Zugang zu Madden ist für Mainstream-Interessierte wie mich nicht der Leichteste. Eben genau so, wie bei der Sportart Football selbst, die erst erklärt gehört, bevor man sie versteht. Aber gerade das reizt mich am neuen Madden 19. Denn so hege ich die Hoffnung, nicht nur im Spiel besser zu werden – in dem ich bisher nicht so recht weiß, was ich tue – sondern auch die Sportart selbst besser zu verstehen. Madden als Vehikel für mehr Wissen, Begeisterung und Verständnis der real-life-NFL.

Ich bin gespannt, ob es klappt.

 

Dieser Artikel ist als Serie geplant. Weitere Teile über meinen Einstieg (und mein Scheitern) in Madden 19 folgen in Zukunft.

Was ist deine Meinung zu dem Thema? Hinterlasse einen Kommentar!